Der 24. Dezember ist geplant. Das Menü steht, die Einkaufsliste ist geschrieben, vielleicht sogar schon eingekauft. Aber was ist mit dem 25.? Dem 26.? Den Tagen, an denen plötzlich die Schwiegermutter vorbeikommt, die Cousine mit Familie oder der Onkel, der „nur kurz auf einen Sprung" reinschaut – und dann doch zum Essen bleibt?Für diese Momente brauchen Sie ein Rezept, das drei Dinge kann: Schnell gehen. Gut schmecken. Nach etwas aussehen.
Unser Vorschlag: Schweinsfilet mit Steinpilzsoße. In 30 Minuten auf dem Tisch, butterzart, cremig – und es sieht aus, als hätten Sie Stunden in der Küche verbracht.
So geht's:
Schweinsfilet mit Steinpilzsoße
Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten
Portionen: 2–3 Personen
Das brauchen Sie:
Für das Schweinsfilet:
- 1 Schweinsfilet (ca. 400–500 g)
- Salz, schwarzer Pfeffer
- 1 EL Öl
- 1 EL Butter
- 1 Knoblauchzehe (angedrückt)
- 1 Zweig Thymian oder Rosmarin
Für die Steinpilzsoße:
- 20 g getrocknete Steinpilze
- 1 kleine Schalotte
- 1 EL Butter
- 100 ml Weißwein
- 200 ml Schlagobers
- ca. 100 ml Pilz-Einweichwasser
- Salz, Pfeffer
- optional: 1 TL Crème fraîche oder kalte Butter zum Verfeinern
Schritt 1: Steinpilze vorbereiten
Geben Sie die getrockneten Steinpilze in eine Schüssel mit warmem Wasser und lassen Sie sie 15–20 Minuten einweichen. Das Pilzwasser nicht wegschütten – es kommt später in die Soße und bringt unglaublich viel Geschmack. Beim Abgießen den Bodensatz vermeiden, dort sammelt sich manchmal Sand.
Pilze grob hacken und beiseitestellen.
Schritt 2: Schweinsfilet braten
Während die Pilze einweichen, können Sie das Filet vorbereiten. Sehnen entfernen, trocken tupfen, rundherum mit Salz und Pfeffer würzen. Wer mag, streicht noch etwas Dijon-Senf darüber.
Erhitzen Sie eine Pfanne bei starker Hitze mit etwas Öl. Das Filet von allen Seiten scharf anbraten – insgesamt etwa 3–4 Minuten. Dann Butter, Knoblauch und Kräuter zugeben, kurz durchschwenken.
Die Pfanne vom Herd nehmen und das Filet 5 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit entspannt sich das Fleisch und wird butterzart.
Profi-Tipp: Die ideale Kerntemperatur liegt bei 58–60 °C. Falls Sie ein Fleischthermometer haben, nutzen Sie es – es macht den Unterschied zwischen „gut" und „perfekt".
Schritt 3: Steinpilzsoße zubereiten
In derselben Pfanne (der Bratensatz gibt Geschmack!) die fein gewürfelte Schalotte in Butter glasig dünsten. Steinpilze zugeben und kurz anrösten.
Mit Weißwein ablöschen und zur Hälfte einkochen lassen. Dann das Pilzwasser und Schlagobers zugeben. Die Soße 5–8 Minuten sanft köcheln lassen, bis sie leicht eindickt.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Für extra Cremigkeit zum Schluss einen Teelöffel kalte Butter oder Crème fraîche einrühren.
Schritt 4: Anrichten
Das Filet in Medaillons schneiden, auf vorgewärmten Tellern anrichten und großzügig mit der Steinpilzsoße übergießen. Sofort servieren.
Unsere Beilagen-Empfehlungen
Dieses Gericht verträgt klassische Begleiter, die Sie vielleicht noch von Weihnachten übrig haben:
- Spätzle oder Bandnudeln
- Petersilienkartoffeln
- Serviettenknödel
- Ein grüner Salat mit leichtem Dressing
Welcher Wein passt dazu?
Schweinsfilet mit cremiger Pilzsoße ist ein Gericht, das sowohl mit Weiß- als auch mit Rotwein harmoniert. Die erdigen Steinpilze und die reichhaltige Soße vertragen einen Wein mit Substanz – aber keinen, der das Gericht erschlägt.
Unsere Empfehlung aus dem Elfenhof-Sortiment:
- Weißburgunder – Vollmundig, leicht nussig, genug Körper für die Soße. Unser Favorit zu diesem Gericht.
- Blauburgunder – Eleganter Rotwein mit feiner Frucht. Passt hervorragend, wenn Sie lieber Rot trinken.
- Avantgarde – Unser gehaltvoller Weißwein für besondere Anlässe. Die cremige Textur ergänzt die Steinpilzsoße perfekt.
Für die Feiertage: Unser Festtagstrio
Sie erwarten zwischen Weihnachten und Neujahr öfter Besuch? Dann lohnt sich unser Festtagstrio – sechs Flaschen unserer besten Weine, perfekt für mehrere Anlässe:
Inhalt:
- 2 × Avantgarde
- 2 × Weißburgunder
- 2 × Blauburgunder
So haben Sie immer den passenden Wein parat – egal ob zum Schweinsfilet, zum Neujahrs-Brunch oder wenn der Besuch doch länger bleibt als geplant.
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Warum dieses Rezept funktioniert
Das Geheimnis liegt in den getrockneten Steinpilzen. Sie brauchen keine frischen Pilze (die um diese Jahreszeit ohnehin schwer zu bekommen sind), kein stundenlanges Schmoren, keine komplizierten Techniken.
Die getrockneten Pilze plus das Einweichwasser ergeben eine Soße mit einer Tiefe, die normalerweise Stunden dauert – hier in 30 Minuten.
Und das Beste: Die Zutaten haben Sie entweder im Haus oder bekommen sie in jedem Supermarkt. Kein Stress, kein Spezialitätenladen, kein „das muss ich erst bestellen".
Die Tage nach Weihnachten sind zum Genießen da, nicht zum Kochen-Stress. Mit diesem Rezept und einem guten Glas Wein verwandeln Sie spontanen Besuch in ein entspanntes Festessen.
Und falls jemand fragt, wie Sie das so schnell hinbekommen haben: Sie müssen es ja nicht verraten.
